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Propyläen

Das monumentale Tor der Akropolis, durch das die Heilige Straße zwischen sechs dorischen Säulen hindurchführt

Die Propyläen sind der monumentale Eingang zur Akropolis. Als Hauptzugang zum Komplex konzipiert, bestehen sie aus einem Mittelbau und zwei asymmetrischen Flügeln. Der Entwurf stammt vom Architekten Mnesikles; der Bau begann 432 v. Chr., blieb jedoch wegen des Ausbruchs des Peloponnesischen Krieges unvollendet.

Die Propyläen wirken nicht nur durch ihre Architektur einzigartig, sondern auch durch die Kombination der verwendeten Materialien: weißer pentelischer Marmor und grauer Stein aus Eleusis.

Im Laufe der Jahrhunderte dienten sie verschiedenen Zwecken. Zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert wurden sie in einen Palast umgewandelt, der die Patriarchen von Athen beherbergte; später nutzten die Türken sie als militärische Anlage, verstärkten die Befestigungen und errichteten in der Umgebung eine Reihe von Bastionen. Wie andere Bauwerke der Akropolis wurden auch die Propyläen 1656 durch die Explosion eines Munitionslagers schwer beschädigt. Heute sind sie teilweise restauriert und bleiben einer der wichtigsten Zugänge zur Akropolis.

Vor dem Betreten befindet sich links von den Propyläen das Gebäude der Pinakothek, während rechts der Tempel der Athena Nike aufragt, der 1686 zerstört und 1935 wieder aufgebaut wurde und über eine kleine, aber steile Treppe erreichbar ist. Der Mittelbau ist mit sechs dorischen Säulen geschmückt, die denen des Parthenon ähneln. Hinter der Säulenhalle öffnet sich das Vestibül, das aus einem von sechs ionischen Säulen flankierten Durchgang und zwei Seitenschiffen besteht.

Die Säulenhallen

Um zur Säulenhalle zu gelangen, stieg man vier äußere Stufen hinauf und ging von dort über eine Rampe weiter, um durch die Seitentore in den Eingang zu treten, der sich zum Akropolis-Komplex hin öffnete. Der Abstand zwischen den beiden mittleren Säulen war größer, um den Durchgang der Heiligen Straße zu ermöglichen.

Die Vorhallen

An den Seiten der zentralen Rampe befinden sich drei Säulenpaare, die das Dach der westlichen Vorhalle trugen, die sich zur Unterstadt von Athen hin öffnete. Zwischen den Nord- und Südwänden der Vorhalle verliefen Marmorbalken, die als Basis für die Kassettendecke dienten, die mit goldenen Sternen auf blauem Grund verziert war. Der nördliche Flügel umfasste in der klassischen Epoche Griechenlands einen Bankettsaal, der später in eine Pinakothek umgewandelt wurde. Der südliche Flügel diente hingegen als Vorhalle für den Tempel der Athena Nike.

Durchquert man die Propyläen und folgt der mit Marmor gepflasterten Heiligen Straße, gelangt man zum Parthenon, während links die schlanke Silhouette des Erechtheions erscheint.

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