Römische Agora
Das Forum der Händler mit dem Turm der Winde, einer Marmoruhr aus der Zeit vor zweitausend Jahren
Nur wenige Schritte von der Antiken Agora entfernt liegt das Forum, das die Römer anlegten, als der griechische Platz für das Handelsleben zu eng wurde. Weniger spektakulär als die Nachbarn, aber mit einem Trumpf im Ärmel: dem Turm der Winde, dem achteckigen Marmorbau, der schon vor zweitausend Jahren als Uhr, Sonnenuhr und Wetterfahne zugleich diente.
Das Forum der Händler
In hadrianischer Zeit als Erweiterung der griechischen Agora erbaut, war die Römische Agora der Markt und das Geschäftszentrum der Stadt. Rund um den von Säulenhallen umgebenen Hof reihten sich Läden und Kontore; das kulturelle Leben dagegen war ein Stück weiter in die Hadriansbibliothek von 132 n. Chr. verlagert worden.
Was es zu sehen gibt
Der Turm der Winde ist der Magnet des Geländes: An seinen acht Seiten verläuft ein Fries mit den geflügelten Figuren der acht Winde. Im Westen markiert das Tor der Athena Archegetis den monumentalen Eingang: Erhalten sind vier dorische Säulen.
Auf der gegenüberliegenden Seite erhebt sich die Fethiye Tzami, die älteste Moschee Athens, 1458 über einer christlichen Basilika erbaut: Kuppeln und ein Säulenvorbau, heute als Ausstellungsraum umgenutzt.
Geht man um die Ecke, öffnet sich von der Epaminonda-Straße ein sehr schöner Ausblick auf die Akropolis und die Nordseite des Erechtheions — ein Aussichtspunkt, den nur wenige Besucher kennen.