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Turm der Winde

Im Inneren der Römischen Agora von Athen gelegen, ist der Turm der Winde ein achteckiger Bau aus weißem pentelischem Marmor, 12,80 Meter hoch und 8 Meter breit, errichtet im 1. Jahrhundert v. Chr. nach einem Entwurf des Astronomen Andronikos von Kyrrhos.

Der Name leitet sich von den acht geflügelten Gestalten (den Anemoi) ab, die die vorherrschenden Winde Athens darstellen: Jede Seite entspricht einer der acht Himmelsrichtungen.

Wasseruhr, Sonnenuhr und Planetarium

Der Turm erfüllte eine doppelte Funktion. Ursprünglich beherbergte er eine Wasseruhr, die ebenfalls von Andronikos ersonnen wurde. Der Mechanismus wurde von einem Wasserlauf angetrieben, der von der Akropolis herabfloss, der Quelle Klepsydra, die seither den Wasseruhren den Namen „Klepsydra“ gibt. Die Überreste sind leider in schlechtem Zustand: Alles, was davon geblieben ist, ist ein in den Boden eingelassener Abflusskanal.

Der Turm diente außerdem als Planetarium, da er mit einem Instrument ausgestattet war, das es erlaubte, die Bewegung der Sonne, des Mondes und der fünf damals bekannten Planeten festzuhalten.

Von der stets offenen Tür zum Kloster

Die nordwestliche Tür des Turms blieb stets geöffnet, damit Besucher die Uhrzeit ablesen konnten. Während der türkischen Besatzung wurde das Gebäude in eine muslimische Kultstätte umgewandelt und beherbergte im 18. Jahrhundert eine Gemeinschaft drehender Derwische.

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