Hephaistos-Tempel (Theseion)
Der intakteste dorische Tempel Griechenlands, der seit 2.400 Jahren über der Agora von Athen steht.
Während vom Parthenon nur noch Säulen und Gerüste übrig sind, steht dieser Tempel noch komplett da: Säulen, Giebel, Dach. Von seinem kleinen Hügel über der antiken Agora gelegen, ist der Hephaistos-Tempel der besterhaltene dorische Tempel ganz Griechenlands – und man begreift auf den ersten Blick, wie die großen klassischen Heiligtümer vor 2.400 Jahren ausgesehen haben müssen.
Theseion oder Hephaisteion
Lange nannte man ihn Theseion, den Tempel des Theseus, doch in Wirklichkeit ist es das von Pausanias erwähnte Hephaisteion: dem Hephaistos geweiht, dem Gott des Feuers und der Metallverarbeitung, und deshalb genau im Viertel der Schmiede errichtet.
Erbaut wurde er zwischen 449 und 444 v. Chr., einige Jahre vor dem Parthenon, aus pentelischem Marmor. Dass er so unversehrt erhalten blieb, ist kein Zufall: In byzantinischer Zeit wurde er in die Kirche des Heiligen Georg umgewandelt, mit dem Eingang auf der Westseite, und diese fortwährende Nutzung bewahrte ihn vor dem Verfall. Wie der Parthenon war er ursprünglich in kräftigen Farben bemalt.
Was es zu sehen gibt
Der Grundriss ist kompakt, etwa 32 mal 14 Meter, umgeben von 34 Säulen. Auf den Friesen erkennt man, auch wenn sie verwittert sind, noch immer die Taten von Theseus und Herakles, eine Heldentat nach der anderen.
Es lohnt sich, das Gebäude einmal ganz zu umrunden und dann bis zur Terrasse hinaufzusteigen: Von hier schweift der Blick über die Agora zu Füßen, die Akropolis gegenüber und die Dächer von Monastiraki. Der Besuch ist im Ticket für die antike Agora enthalten.