Akropolismuseum
Die originalen Karyatiden, die Parthenon-Marmore und der heilige Felsen, der dich durch die Glasfront ansieht: das Museum, das die Akropolis von innen erzählt.
Man betritt das Museum über einen Glasboden, unter den Füßen die Ausgrabungen eines antiken Stadtviertels. Dann, im obersten Geschoss, der große Parthenon-Saal: eine raumhohe Glasfront, und dahinter der echte Felsen, nur wenige Hundert Meter entfernt. Das 2009 im Stadtviertel Makriyannis eröffnete Akropolismuseum ist darauf angelegt, gemeinsam mit dem Hügel betrachtet zu werden, von dem es erzählt.
Was es zu sehen gibt
Das Herzstück ist der Parthenon-Saal, in dem die originalen Friese und die Abgüsse genau so angeordnet sind wie am realen Bauwerk. Die Abgüsse ersetzen die Marmore von Lord Elgin, die sich heute im British Museum in London befinden: die weiße Leerstelle neben den Originalen ist eine alles andere als neutrale Stellungnahme. Hier zieht auch der Festzug der Großen Panathenäen vorüber, und in den Giebelfeldern nehmen die Geburt der Athene und ihr Streit mit Poseidon Gestalt an.
Nicht entgehen lassen sollte man sich fünf der sechs originalen Karyatiden des Erechtheions, endlich vor dem Smog geschützt. Dazu die archaischen Skulpturen vom Parthenon und vom Tempel der Athena Nike: die Statue der Prokne, der thrakische König Tereus, die Kore des Antenor, die fliegende Nike aus dem Jahr 500 v. Chr. und die elegante Schar der Koren, der jungen Mädchen mit dem rätselhaften Lächeln.
Gut zu wissen
Halte Ausschau nach den bemalten Giebelfeldern aus dem 7. und 6. Jahrhundert v. Chr. mit den Taten des Herakles: Sie sind aus Tuffstein gemeißelt, nicht aus dem Marmor der klassischen Zeit, und tragen noch Spuren von Farbe. Beim Hinausgehen lohnt sich auf der Südseite der Blick von der Terrasse: Der Blick fällt steil hinab auf das Dionysostheater und das Odeon des Herodes Atticus. Der Besuch verbindet sich ganz natürlich mit dem der Akropolis.