Grecia Turismo

Zakynthos (Zante)

Das zwischen weißen Felswänden eingekeilte Wrack, die Schildkröten von Laganas und die Blauen Grotten: die fotogene Seite der Ionischen Inseln.

Zakynthos (Zante)

Ein rostiges Schiff, gestrandet im Sand, eingekeilt zwischen steil abfallenden Felswänden und smaragdgrünem Wasser: Der Schiffswrack-Strand (Navagio) ist das Gesicht von Zakynthos, das die Postkarten füllt. Doch die Insel, die südlichste der Ionischen Inseln, ist auch die mediterrane Wiege der Caretta-caretta-Meeresschildkröte, die jeden Sommer zurückkehrt, um ihre Eier an genau den Stränden abzulegen, an denen sie selbst geschlüpft ist.

Sehenswürdigkeiten

Der Hauptort, beim Erdbeben von 1953 dem Erdboden gleichgemacht, wurde unter Bewahrung seiner venezianischen Anmut wieder aufgebaut: eine Uferpromenade, an der die Fischerboote neben den großen Fähren schaukeln, und bogenüberwölbte Gassen parallel zur Küste. Am südlichen Ende des Hafens ragt Agios Dionysios empor, die Kathedrale von 1925, die das Beben überstanden hat und in der der Schutzpatron der Insel in einem silbernen Sarg ruht.

Einen Halt wert ist das Byzantinische Museum mit einem Modell der Stadt, wie sie vor dem Erdbeben aussah, sowie Ikonen und Fresken, die aus den zerstörten Kirchen gerettet wurden. Das Solomos-Museum wiederum bewahrt das Grab von Dionysios Solomos (1798–1857), dem Verfasser der griechischen Nationalhymne. Für den Sonnenuntergang steigen Sie auf den Hügel Strani.

Die Insel ist klein und lässt sich an einem Tag mit dem Auto oder Motorroller umrunden, vorbei an Bergdörfern mit Meerblick und fruchtbaren Ebenen. Am Nordende, unterhalb des Leuchtturms von Kap Skinari, haben die Wellen die Blauen Grotten in den Fels gegraben: Das Wasser dringt von unten ein und taucht die Höhle in ein elektrisches Blau.

Die Strände und die Schildkröten

Der Badetourismus konzentriert sich auf die Küste von Laganas: feiner Sand und flaches Wasser, eine ruhige Bucht, doch ein lauter und überfüllter Ferienort. Genau hier nistet die Caretta caretta. Nach Jahrzehnten des Bebauungsdrucks stehen die Schildkröten heute unter Schutz, und ihr Bestand erholt sich. Von der Bucht aus starten die Boote mit Glasboden, um die Tiere weiter draußen zu beobachten, ohne die Nistplätze zu stören.

Im Norden erwartet Sie Kefalonia, das sich für alle, die ihr Island-Hopping fortsetzen möchten, leicht erreichen lässt.

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