Kefalonia
Eine Sichel aus weißem Sand unter steil abfallenden Felswänden, pastellfarbene venezianische Orte und ein mit Tannen bedeckter Berg: Die größte der Ionischen Inseln kann all das an einem einzigen Tag bieten.
Bekannt für ihre wunderschönen Strände, zieht Kefalonia nicht nur Strandurlauber an, sondern auch alle, die die Natur lieben. Die größte der Ionischen Inseln vereint eine große Vielfalt an Landschaften und charakteristischen Orten: von den schneeweißen Stränden, deren Bilder oft von Reiseveranstaltern verwendet werden, bis zu den Burgen und Klöstern des Inselinneren. Ein lohnendes Ziel ist der Nationalpark des Berges Enos, der den höchsten Gipfel des Archipels bildet.
Kefalonia zu erkunden braucht Zeit, doch es lohnt sich, der Insel einen ganzen Urlaub zu widmen und ihre eindrucksvollsten Orte zu entdecken – von der lebhaften Südküste über die spektakulären Landschaften des Inselinneren bis zu den Höhlen von Drogarati und Melissani. Wer ohne Mietwagen unterwegs ist, sollte einplanen, dass die schönsten Ecken oft etwas abgelegen liegen.
Die Strände von Kefalonia
Der bekannteste Strand der Insel ist Myrtos, vielleicht der schönste des gesamten Archipels und deshalb besonders im Sommer stark besucht. Nordwestlich von Lixouri, der zweitgrößten Stadt der Insel, liegt dagegen der Strand von Petani, eine herrliche, zwischen Klippen eingebettete Bucht. In den meisten Badeorten lässt sich die Ausrüstung für den Strandtag und für Wassersport tageweise mieten.
Argostoli
Die Hauptstadt Argostoli liegt an einer wunderschönen Bucht, von der aus enge Gassen auf den grünen Hang hinaufführen, über den sich die Stadt erstreckt. Das Hafenviertel ist sehr lebhaft, mit dem Fischmarkt, auf dem die Fischer ihren Fang direkt von den an der Uferpromenade vertäuten Booten verkaufen; in der Nähe gibt es Tavernen mit Terrassen, die auf die umliegenden Hügel blicken. Ein Großteil der Hauptstadt wurde beim Erdbeben von 1953 zerstört, sodass nur wenige alte Gebäude erhalten sind; das frühere Leben lässt sich jedoch im Historischen und Volkskundlichen Museum entdecken, das eine Fotosammlung und Gegenstände der Volkskultur bewahrt.
Fiskardo, Asos und die kleinen Orte
Fiskardo ist der einzige Ort der Insel, der das Erdbeben relativ gut überstanden hat, mit seinen herrschaftlichen Häusern im venezianischen Stil aus dem 18. Jahrhundert in lebhaften Farben, die sich rund um den Hafen gruppieren. Heute ist es ein angesagter Badeort mit regem Nachtleben, der sich trotz des Touristenandrangs seinen Charme bewahrt hat.
Asos hingegen ist ein typisches Dorf der Westküste: Jenseits der Landenge liegen die Ruinen einer venezianischen Festung von 1595, die im 19. Jahrhundert von den Franzosen besetzt war. Der Ort wird vor allem von Tagesgästen besucht, da er nur über wenige Unterkünfte verfügt. Direkt südlich davon liegt mit der Bucht von Myrtos der berühmteste Strand der Insel.