Spetses
Duftende Pinienwälder, Pferdekutschen statt Autos und die schönsten Strände des Saronischen Golfs: die elegante Insel nur einen Katzensprung von Athen entfernt.
Privatautos sind praktisch verbannt: Auf Spetses bewegt man sich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder in den Pferdekutschen fort, die entlang der Strandpromenade fahren. Genau das verleiht der Insel – noch vor den Stränden – ihre zeitlose Atmosphäre. Der antike Name Pityoussa ("reich an Pinien") erzählt den Rest: Pinienwälder, die an Sommertagen die Luft mit ihrem Duft erfüllen und fast bis ans Meer reichen.
Spetses-Stadt
Der Hauptort erstreckt sich über mehr als zwei Kilometer entlang der Küste und ist das mondäne Herz der Insel: elegant, lebendig, raffinierter als Poros, wenn auch ohne die aristokratische Gelassenheit von Hydra. Alles dreht sich um die Mole von Dapia, dicht gesäumt von Cafés und Lokalen mit Blick aufs Wasser, von der aus die Spaziergänge in den Rest des Ortes führen.
Im Südosten öffnet sich der alte Hafen von Baltiza, wo die Bootsbaumeister noch heute Holzboote nach den Methoden vergangener Zeiten fertigen. Über dem Hafen birgt die Kirche Agios Nikolaos aus dem 17. Jahrhundert schöne Mosaiken und einen Glockenturm, der von den Handwerkern aus Tinos signiert wurde. In den Gassen haben sich die Archontika erhalten, die Paläste der Reeder, die den Seefahrtsreichtum von Spetses während der griechischen Revolution begründeten.
Die Strände
Spetses kann mit einigen der schönsten Strände des Saronischen Golfs aufwarten, die entlang der Küstenstraße bequem zu erreichen sind. Am beliebtesten sind das sandige Agia Paraskevi, der Pinienwald, der bei Vrellos ans Meer hinabreicht, sowie Ligoneri, nahe am Ort gelegen und ideal für alle, die sich nicht zu weit entfernen möchten. Das klare Wasser und die flachen Uferbereiche machen die Insel zu einem idealen Ziel zum Schwimmen und für Wassersport.
Bouboulina, die Heldin des Hafens
Die Spetsioten sind stolz auf ihre maritime Vergangenheit und vor allem auf ihre berühmteste Mitbürgerin, Laskarina Bouboulina (1771–1825): Sie befehligte während des Unabhängigkeitskriegs eine Flotte und ist die einzige Frau, der je der Titel eines Admirals der griechischen Marine verliehen wurde. Ihre Statue wacht über den Hafen. Das nahe gelegene Bouboulina-Haus, von ihren Nachfahren betreut, ist heute ein Museum, das während der Saison Führungen anbietet – in der Saison auch auf Italienisch.