Grecia Turismo

Poros

Die Insel, die nur fünfzig Meter Wasser vom Peloponnes trennen – und die nach Zitronen duftet

Die Insel Poros ist fast ein Ausläufer des Peloponnes, vom Festland nur durch einen schmalen Kanal getrennt, der an der engsten Stelle gerade einmal 50 Meter misst. Genau dieser Kanal gibt der Insel ihren Namen — poros bedeutet "Durchgang" — und die Boote überqueren ihn den ganzen Tag über hin und her und bringen Menschen zwischen Poros und der Küstenstadt Galatas, von wo aus man mit dem Bus Epidauros und Nafplio erreicht.

Tatsächlich besteht Poros aus zwei Inseln, die durch einen Damm verbunden sind: im Norden Kalavria, ein von Nadelbäumen bedecktes Inselchen, und im Süden die vulkanische Insel Sfairia, auf der die Stadt Poros liegt — Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe und Ausflugsboote aus Europa und Athen. Trotz des touristischen Aufschwungs bewahrt sich das Städtchen einen gewissen Charme: weiße und pastellfarbene Häuser wechseln sich ab, und die engen Kanäle wimmeln von Booten, was das Ganze sehr malerisch wirken lässt.

Die Stadt und ihre Umgebung

Im Jahr 1849 wurde in Poros die Griechische Marineakademie gegründet: Noch heute liegt hier ein Kriegsschiff vor Anker, auf dem die Kadetten ausgebildet werden. Die Uferpromenade ist von Bars und Restaurants belebt, ideal für einen vergnügten Abend. Wer es ruhiger mag, kann auf der einzigen Straße, die einmal um die Insel führt, spazieren gehen oder Rad fahren. An ihr liegt das bezaubernde, verlassene Kloster Moni Zoodochou Pigis, das im 18. Jahrhundert rund um die einzige Quelle der Insel errichtet wurde.

Nicht weit vom Zentrum Kalavrias, auf einem Hügel, erheben sich die Überreste des Poseidon-Tempels (4. Jahrhundert v. Chr.), der einst mit dem Peloponnes verbunden war. Hier vergiftete sich im Jahr 322 v. Chr. der Redner Demosthenes, statt sich den Makedonen zu ergeben. Der Zugang zum Tempel ist für alle frei, die den Aufstieg auf sich nehmen.

Ein Ausflug nach Galatas

Vom Hafen aus lässt sich leicht eine kurze und günstige Bootsfahrt zum kleinen Galatas auf dem Festland unternehmen. Vom Anleger aus hält man sich links und geht zu Fuß bis zum limonodassos, der großen Zitronenplantage mit ihren Zehntausenden von Bäumen. Es ist wunderbar, durch die Hügel und Haine zu streifen und den Duft der Zitrusfrüchte einzuatmen, den die Meeresbrise herüberträgt.

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