Grecia Turismo

Ithaka

Die Heimat des Odysseus: Dörfer auf den Hügeln und Buchten, die man nur über das Meer erreicht

Am Eingang zum Hafen von Vathy empfängt eine Inschrift jeden, der von Bord geht: «Jeder Reisende ist ein Bürger von Ithaka». Es ist die Heimat des Odysseus, und die Ankunft über das Meer hat etwas Homerisches: Das Boot gleitet in eine tiefe Bucht, passiert die Ruinen zweier französischer Festungen aus dem Jahr 1805 und legt zwischen Häusern mit ziegelroten Dächern an. Schmal, felsig, mit zerklüfteten Küsten genau so, wie es die Odyssee beschreibt, ist Ithaka die zurückhaltendste und am wenigsten touristische der Ionischen Inseln: keine großen Resorts, nur Dörfer auf den Hügeln und ruhige Buchten.

Sehenswürdigkeiten

Vathy, der Hauptort, ist einen gemächlichen Spaziergang am Hafen wert. Das Archäologische Museum zeigt mykenische Funde, Votivgaben und Vasen; gleich daneben bewahrt die Bibliothek Dutzende Ausgaben der Odyssee auf, darunter eine seltene japanische Fassung aus dem 17. Jahrhundert. Es gibt außerdem ein kleines Volkskundemuseum über das traditionelle Leben der Insel.

Nach Norden steigt die Straße bis Stavros, einem Dorf mit wenigen hundert Einwohnern. Oberhalb des Dorfes, auf dem Hügel von Pilikata, verortet die Überlieferung den Palast des Odysseus; ganz in der Nähe liegt die Bucht von Polis, vielleicht der antike Hafen von Ithaka, mit einem den Nymphen geweihten Heiligtum. Im Süden blickt Perahori auf eine fruchtbare, dem Weinbau gewidmete Mulde: Von hier aus windet sich ein steiler Pfad um den Berg Nerovouno und erreicht das Taxiarchen-Kloster aus dem 17. Jahrhundert, eingebettet ins Grüne.

Die Strände

Die schönsten Buchten erreicht man oft nur über das Meer oder zu Fuß, und genau das macht ihren Reiz aus: kristallklares Wasser und wenig Trubel. Filiatro und Sarakiniko, nahe Vathy, sind am bequemsten zu erreichen; nach Norden hin öffnen sich abgelegene Buchten unterhalb der Hänge, perfekt für alle, die Stille suchen.

Gut zu wissen

Die Insel lässt sich bequem mit dem Auto erkunden. Ein Bus verbindet zweimal täglich Vathy mit den Dörfern im Norden bis nach Stavros, doch um die Buchten und Pfade zu erkunden, empfiehlt sich ein eigenes Fahrzeug. Wer von Deutschland aus anreist, fliegt meist über Athen oder einen Flughafen auf dem nahen Festland und setzt von dort oder von Kefalonia mit der Fähre nach Ithaka über; auch eine Anreise über Italien mit einer der Adria-Fähren nach Patras ist möglich. Ithaka lässt sich gut zusammen mit dem benachbarten Kefalonia besuchen und fügt sich ganz natürlich in eine Reiseroute durch die Ionischen Inseln ein.

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