Plaka
Fußgängergassen, neoklassizistische Häuser und versteckte Tavernen am Fuße der Akropolis: das älteste Herz Athens.
Ein Gassengeflecht, das sich nach Norden und Osten am Fuße der Akropolis hinaufschlängelt – die Plaka ist das Touristenviertel Athens schlechthin. Die meisten der eleganten historischen Gebäude säumen fast durchweg autofreie Straßen, an denen es an guten Einkehrmöglichkeiten nicht mangelt. Die alten Häuser sind restauriert, die Bäume gepflegt und die Fußgängerzone, ideal zum Flanieren, ist sehr gut in Schuss.
Das Viertel entstand im 19. Jahrhundert und wurde von den Wohlhabenden der Stadt bewohnt, die hier Häuser im neoklassizistischen Stil errichteten: Viele davon sind heute in elegante Geschäfte oder Museen verwandelt worden, die für Besucher geöffnet sind. Das Gewirr der Gässchen, vor allem im oberen Teil, ist dicht durchsetzt von kleinen Plätzen und Terrassen, die miteinander verbunden sind und von denen aus sich Panoramablicke über die Stadt und auf die Akropolis öffnen.
Die Museen der Plaka
Wenn Sie das Viertel besuchen, sollten Sie die Museen nicht verpassen. Das wohl bekannteste ist das Museum für griechische Volksmusikinstrumente (Mouseio Ellinikon Mousikon Organon), das in einem 1842 errichteten Gebäude untergebracht ist. Im Sommer finden im Innenhof des Museums auch Open-Air-Konzerte statt. Auf seinen drei Etagen versammelt es rund 1200 typische Musikinstrumente, die die Musikgeschichte Griechenlands erzählen.
Ein lohnender Halt auf dem Weg zur und von der Akropolis ist das Haus Kanellopoulos aus dem Jahr 1884, in dem heute das Kanellopoulos-Museum residiert: eine reiche Sammlung von Statuen, Keramik, Schmuck und Kunstwerken, zusammengetragen von Pavlos und Alexandra Kanellopoulos.
Das andere große Museum der Plaka, das man nicht verpassen sollte, ist das Museum für Griechische Volkskunst (Mouseio Ellinikis Laografias). Auch wenn es oft gut besucht ist, lohnen seine fünf Stockwerke voller Exponate, in denen auch Wechselausstellungen gezeigt werden, den Besuch allemal.
Essen und Leben in der Plaka
Neben dem kulturellen Teil sollte, wer die Plaka besucht, nicht auf die typischen Gerichte verzichten, die in den über das ganze Viertel verteilten Lokalen angeboten werden. Es gibt mehrere Restaurants in halb unterirdischen Kellergewölben, schlicht wie eine rustikale Taverne, aber günstig und mit einem reichen kulinarischen Angebot.
Die Plaka erwacht morgens spät, ist aber der beste Ort für ein Mittagessen im Freien oder für einen Abend mit Unterhaltung: Man kann mit einem Spaziergang beginnen und dann ein typisch griechisches Mahl genießen.