Hymettos
Wer im Herzen Athens übernachtet, bekommt vielleicht Lust, auch das Umland der Stadt zu erkunden. Eines der abenteuerlichsten Ziele ist der Aufstieg auf den Hymettos: ein Ausflug, der durchaus etwas Mühe kostet, weil er nicht ganz leicht zu erreichen ist, sich aber dennoch lohnt.
Das Hymettos-Gebirge, das eine maximale Höhe von 1.026 Metern erreicht, erstreckt sich von Norden nach Süden über rund zwanzig Kilometer und ist berühmt für das malvenfarbene Leuchten, das es im Licht des Sonnenuntergangs annimmt. Bei klarem Wetter reicht der Panoramablick über Athen und den Saronischen Golf bis zum Peloponnes auf der einen Seite und auf die Mesogia-Ebene, die Ostküste Attikas und Euböa auf der anderen. Leider ist der Aufstieg bis zum Gipfel nicht erlaubt, da es sich um militärisches Sperrgebiet handelt.
Honig, Marmor und Wein
In der Antike war der Hymettos, wie zahlreiche Handschriften und Abbildungen zeigen, für seinen Honig berühmt. Der Überlieferung nach nährten die Bienen des Hymettos den kleinen Zeus, der sie zum Dank mit der Gabe beschenkte, den besten Honig der Welt zu erzeugen.
Eine weitere Spezialität der Gegend war der blaugraue Marmor, der noch heute in den Steinbrüchen des Tals von Agios Georgios bei Kessariani gewonnen wird. An den Hängen der Ostseite bringt heute ein hervorragender Rebstock den Weißwein des Hymettos hervor.
Folgt man der von Pinien gesäumten Straße über den Hymettos weiter, gelangt man zum Kloster Asteriou aus dem 11. Jahrhundert, wo die bewaldete Landschaft der eindrucksvollen Macchia weicht.