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Byzantinisches Museum

Tausend Jahre Ikonen und Fresken in einer Villa mit Orangengarten

Tausend Jahre Gold und Stille, verborgen in einer Villa mit Orangenbäumen und Brunnen, nur wenige Schritte vom Athener Verkehr entfernt. Das Byzantinische und Christliche Museum vereint Ikonen, abgenommene Fresken und sakrale Objekte, die das oströmische Reich wie ein Bilderbuch erzählen: Auch wer religiöse Malerei nicht mag, findet hier Gesichter, Farben und eine unerwartete Ruhe.

Was es zu sehen gibt

Die Säle im Erdgeschoss geben die Atmosphäre einer byzantinischen Kirche getreu wieder, mit einer Ikonensammlung, die viele Jahrhunderte umspannt. Nicht entgehen lassen sollte man sich die abgenommenen Fresken: Jene aus den Kirchen der Lakonien (14. Jahrhundert) und von Naxos (13. Jahrhundert) gehören zu den schönsten Stücken des Rundgangs.

Neben den Gemälden entfaltet sich der übrige Schatz: alte Bibeln, liturgische Gewänder und kirchliche Gegenstände, Stickereien und Mosaike, die gemeinsam die Tiefe der ostchristlichen Tradition vermitteln. Die Ikonensammlung füllt das Hauptgebäude und setzt sich in den Sälen fort, die zum Innenhof hin liegen.

Die Villa und der Garten

Das Gebäude ist schon für sich genommen eine Überraschung: eine Villa im italienischen Renaissancestil, zwischen 1840 und 1848 vom Architekten Stamatios Kleanthis errichtet, lange Zeit einer der gesellschaftlichen Treffpunkte Athens, bevor sie in den 1930er-Jahren zum Museum wurde. Das Herzstück ist der Innenhof voller Blumen und Orangenbäume, in dessen Mitte ein Brunnen steht, der dem Vorbild des Klosters Daphni nachgebildet ist.

Gut zu wissen

Das Museum liegt nahe der Nationalgalerie, in einem Viertel, das sich gut mit einem Spaziergang verbinden lässt. Es ist eine andere Station als die Marmorskulpturen der Akropolis: weniger Andrang, mehr Besinnung – und jener Garten, der für sich allein schon den Halt wert ist.

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