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Thassos

Thassos ist seit der Antike besiedelt und gelangte dank der Goldminen zu Wohlstand, die bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. ausgebeutet wurden. Als eine der dem Festland am nächsten gelegenen Inseln der Ägäis (nur 12 km) war sie stets ein wichtiger Handelsknotenpunkt und zudem für ihre Silbervorkommen und die Steinbrüche mit weißem Marmor bekannt – Reichtümer, die neben wirtschaftlichen Vorteilen im Lauf der Jahrhunderte auch zahlreiche Konflikte auslösten. Der Hauptort, die Stadt Thassos, war in römischer Zeit ein blühender Hafen; im Mittelalter verlor er an Bedeutung und ist heute ein Ferienort mit einer kleinen Industrie, die Marmor aus den Steinbrüchen an den Hängen südlich der Stadt gewinnt.

Strände und Tourismus

Auch wenn die flache Landschaft der Küste nicht besonders spektakulär ist, ziehen die Pinienwälder hinter den Stränden und die antiken Ruinen seit Jahren eine stetig wachsende Zahl an Urlaubern an. Dank der Nähe zum internationalen Flughafen von Thessaloniki auf dem Festland ist Thassos auch bei ausländischen Touristen beliebt – deutsche Reisende erreichen die Insel am bequemsten über einen Flug nach Thessaloniki und anschließend per Fähre. Viele Strände sind dem Naturismus geöffnet und werden von einem aktiven Publikum besucht, das Sport im Freien und das Nachtleben schätzt.

Das antike Thassos

Neben dem Meer wird das touristische Angebot durch die gut in das heutige Stadtbild integrierte Altstadt bereichert. Das im 7. Jahrhundert v. Chr. errichtete antike Thassos – vor Ort auch Limenas genannt – zeigt sich heute als Gewirr von Gebäuden, von denen nur einige Überreste erhalten sind. Auf dem zentralen Platz finden sich die Fragmente einer byzantinischen Basilika und, unweit davon, das wunderschöne Heiligtum des Herakles.

Der ausgedehnteste Bereich der römischen Bauten ist die Agora, geprägt von den Ruinen vier Stoen (der typischen griechischen Säulenhallen): Heute ist sie wegen der noch laufenden Grabungsarbeiten abgesperrt. Die geborgenen Funde werden im Archäologischen Museum von Thassos aufbewahrt, in unmittelbarer Nähe der Agora. Eine weitere Attraktion ist der Dionysos-Tempel, wo ein marmorner Kopf des Gottes aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. gefunden wurde. Vom Tempel führt ein Pfad durch einen Eichenwald hinauf zur Akropolis; am Gipfel angekommen, eröffnet sich ein herrlicher Blick aufs Meer. In römischer Zeit wurde die Akropolis für Theateraufführungen umgebaut, und heute wird die gesamte Anlage restauriert, mit dem Ziel, sie vollständig wiederherzustellen.

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