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Syros

Die eleganteste Insel der Kykladen, das ganze Jahr über lebendig: klassizistische Paläste, zwei Zwillingshügel und Strände, an denen der Tourismus noch keine Wurzeln geschlagen hat.

Syros

Wenn man mit der Fähre ankommt, sieht man als Erstes keinen Strand, sondern ein Amphitheater aus pastellfarbenen Häusern, das vom Hafen zu zwei Zwillingshügeln aufsteigt: Den einen krönt eine katholische Kathedrale, den anderen eine orthodoxe Kirche. Das ist Ermoupoli, die Hauptstadt der Kykladen, und das allein erklärt, warum Syros keiner anderen Insel des Archipels gleicht. Hierher kommt man nicht für das Nachtleben von Mykonos, sondern für eine Insel, die wirklich das ganze Jahr über lebt.

Ermoupoli, die klassizistische Stadt

Im 19. Jahrhundert war dies der mächtigste Hafen der östlichen Ägäis: der wichtigste Kohleumschlagplatz Griechenlands, mit florierenden Werften und einer riesigen natürlichen Bucht. Dieser Reichtum hat eine Reihe herrschaftlicher Paläste, einen Marmorplatz und das hinterlassen, was als das am besten erhaltene klassizistische Stadtzentrum des Landes gilt. Schon der Name, nach Hermes, dem Gott des Handels, sagt alles.

Die Stadt wächst amphitheaterförmig rund um den Hafen, eingebettet zwischen den beiden Zwillingsgipfeln: im Norden das katholische Ano Syros, gekrönt von der barocken Kathedrale San Giorgio, und im Süden das orthodoxe Vrondado mit der byzantinischen Anastasi-Kirche auf dem Gipfel des Hügels. Der Aufstieg zu Fuß durch die Gassen von Ano Syros, ganz bis nach oben, wird mit dem besten Ausblick über die Insel belohnt.

Die Strände

An der Westseite, geschützt in einer hufeisenförmigen Bucht, liegt das Fischerdorf Kini, der ideale Ort für einen Sonnenuntergang von den Terrassen der Tavernen aus. Nur wenige Gehminuten entfernt öffnet sich Delfini, einer der weitläufigsten und schönsten Strände der Insel, der auch von Naturisten besucht wird. Weiter südlich wechselt Galissas zwischen einer langen Sandfläche und noch unberührter Natur.

Von Kini aus erreichen die Boote die entlegensten Buchten im Norden, etwa die Grammata-Bucht, einen tiefen Golf mit goldenem Sand, gut geschützt vor dem Wind. Und zwischen der Hauptstadt und der Küste, auf den Hügeln, taucht die rote Kuppel des Klosters Agia Varvara auf, mit einem Panorama, das bis zum offenen Meer reicht.

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