Mykonos
Windmühlen, weiße Gassen und blaue Kuppeln: die kosmopolitischste Insel der Kykladen, wo der Strand bei Sonnenuntergang zur Party wird.
Bekannt für ihre lebhaften, vor allem bei jüngeren Reisenden beliebten Strände, ist Mykonos eine der berühmtesten Inseln der Kykladen, gerühmt für ihren goldenen Sand und das ausgelassene Nachtleben. Sie eignet sich besonders für alle, die im Hochsommer gern feiern, bleibt aber auch im Frühjahr und Herbst für Familien sehr reizvoll. Anreisen lässt sie sich bequem mit Direktflügen ab vielen deutschen Flughäfen nach Mykonos oder über Athen, von wo aus auch regelmäßige Fährverbindungen verkehren.
Ab 1207 unter venezianischer Herrschaft, gründeten die Inselbewohner 1615 eine blühende unabhängige Gemeinschaft. Heute gedeiht Mykonos dank seines Rufs als internationale und moderne Insel. Das Hinterland ist nicht besonders reich an Sehenswürdigkeiten: Die Hauptziele der Urlauber sind die herrlichen Strände, darunter die bekanntesten Ornos und Platys Gialos.
Mykonos-Stadt
Der Hauptort, Mykonos-Stadt (oder Chora), zählt zu den schönsten Orten des Archipels und gilt als das kykladische Dorf schlechthin, mit seinen weißen Gassen und kubischen Häusern. Er hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten und braucht mindestens einen Tag für einen Besuch. Noch heute verlieren sich viele Besucher im Gewirr der Gassen, die mal zu stillen Kirchlein mit den typischen blauen Kuppeln führen, mal in einer Sackgasse enden.
Das Kastro, der älteste Teil der Stadt, erhebt sich hoch über der Küstenzone. Auf einem Teil der Mauern der alten Burg errichtet, beherbergt es das Volkskundemuseum, eines der besten seiner Art in ganz Griechenland: Kunst und Handwerk blühen hier seit der Zeit der Venezianer. Zu den ungewöhnlichsten Stücken zählt der ausgestopfte Pelikan Pétros, der über Jahrzehnte das Maskottchen der Insel war.
Das Archäologische Museum an der Uferpromenade ist in einem klassizistischen Gebäude südlich des Hafens untergebracht und zeigt Fundstücke, die größtenteils von der antiken Stätte der nahen Insel Delos stammen. Ganz in der Nähe liegt das als Klein-Venedig bekannte Viertel mit den Künstlerhäusern.
Die Strände
Die angesagtesten Strände liegen im Süden der Insel. An der eleganten Bucht von Platys Gialos, rund drei Kilometer südlich der Chora, ermöglicht ein regelmäßiger Bootsdienst die bequeme Erreichbarkeit der anderen Buchten. Dank des langen goldenen Sandstreifens und des breiten Hotelangebots ist er wahrscheinlich der beste Strand für Familien, gut ausgestattet für jeden Wassersport.
Südöstlich von Platys Gialos liegen die berühmten FKK-Strände, darunter Paranga und Agia Anna, idyllisch und ruhig. In der Nähe befindet sich Paradise, mit Campingplatz, Diskothek und Wassersporteinrichtungen, während die herrliche, weiter entfernte und nur per Boot erreichbare Bucht von Super Paradise den ganzen Sommer über sehr belebt bleibt.
Wer auch Wanderungen oder Radtouren mag, findet im Hinterland einige vom Tourismus noch wenig berührte Dörfer. Nicht entgehen lassen sollte man sich Ano Mera, etwa 7 km von der Hauptstadt entfernt, mit der prächtigen Kirche Panagia Tourliani aus dem 16. Jahrhundert, die der Schutzpatronin der Insel geweiht ist. Von zwei aus Paros gekommenen Mönchen gegründet und im 18. Jahrhundert restauriert, bewahrt das Kloster den von Handwerkern aus Tinos gemeißelten Marmorturm sowie zahlreiche Ikonen, Gewänder und Stickereien. Nordwestlich von Ano Mera erhebt sich der Hügel von Palaiokastro, wo einst eine venezianische Burg stand; von hier führt ein Schotterweg zur Bucht von Panormos, einem Paradies für Windsurfer.