Lipsi
Zehn Quadratkilometer grüne Hügel, weiß-blaue Kapellen und Buchten, die man nur mit dem Wassertaxi erreicht.
Auf Lipsi gibt es keine einzige Ampel, und ein halber Tag reicht, um die ganze Insel zu erkunden. Grüne Hügel, übersät mit weiß-blauen Kapellen, fallen sanft zu einem Hafen ab, wo die Fischerboote neben den Terrassen der Tavernen schaukeln. Gerade einmal zehn Quadratkilometer – klein genug, um den Massentourismus fernzuhalten und jedem Besucher das Gefühl zu geben, Teil des Dorfes zu sein.
Sehenswürdigkeiten
Alles dreht sich um den Ort Lipsi, der sich rund um den Hafen schart. Hier bewahrt die Kirche Agios Ioannis mit ihrer blauen Kuppel die Panagia-Ikone: Der Legende nach erblühen einige in ihren Rahmen eingefasste Lilien jedes Jahr zum Fest der Verkündigung.
Nur wenige Schritte entfernt versammelt das kirchliche Museum Nikiforeion, untergebracht im Rathaus, Ikonen, liturgische Gewänder und traditionelle Trachten der Insel. Die religiöse Prägung reicht weit zurück: Seit byzantinischer Zeit war Lipsi Eigentum des Klosters von Patmos, und diese Verbindung spürt man noch heute in den über die Hügel verstreuten Dutzenden Kapellen.
Die Strände
Die schönsten Buchten erreicht man mit dem Wassertaxi vom Kai des Hafens aus. Monodendri ist die beliebteste, mit ihrem flach abfallenden Grund und dem glasklaren Wasser; Katsadia und Platys Gialos bieten den Schatten von Tamarisken und eine Taverne direkt am Meer. Keine Strandliegen so weit das Auge reicht, nur Kiesel, Sand und Stille.
Gut zu wissen
Lipsi ist eine bequeme Basis für das Island-Hopping im Dodekanes: Patmos und Kalymnos liegen ganz nah und lassen sich an einem Tag erreichen. Die Tavernen am Hafen sind der richtige Ort, um bei Sonnenuntergang die Weine und Käsesorten der Region zu probieren – wenn die Insel sich von den wenigen Tagesgästen leert und wieder ganz ihren Bewohnern gehört.