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Syntagma-Platz

Soldaten im Faltenröckchen, ein ehemaliger Königspalast und die Cafés, in denen sich Athen verabredet.

Syntagma-Platz

Zu jeder vollen Stunde treten vor dem Parlament zwei Evzonen in äußerst langsamem Schritt vor, die Beine hoch erhoben, die Schuhe mit den Bommeln klatschen aufs Pflaster: Das ist die Wachablösung, das meistfotografierte kostenlose Schauspiel des Syntagma-Platzes. Rundherum ist der Platz der Verfassung der Ausgangspunkt für jeden Rundgang durch Athen – mit der Metrostation, die zwischen Cafés, Kaufhäusern und dem geschäftigen Treiben der Stadt auftaucht.

Was man sehen sollte

Im Osten dominiert das griechische Parlament, das Vouli, untergebracht im ehemaligen Königspalast, der für Otto I. von Bayern erbaut wurde, den ersten König des modernen Griechenland. Davor steht, in Stein gehauen, das Grabmal des Unbekannten Soldaten, das Tag und Nacht von den Evzonen bewacht wird – den Wachsoldaten der Präsidialgarde in Fustanella (dem plissierten Faltenröckchen) und Tsarouchia (den Schuhen mit dem Bommel).

An der Nordseite liegt das Grande Bretagne, das geschichtsträchtigste Hotel der Stadt: 1843 eröffnet, beherbergte es zwischen 1856 und 1874 die Französische Archäologische Schule. Vom Platz aus erreicht man in wenigen Schritten das Viertel Plaka, den Nationalgarten und den Beginn der Einkaufsstraße in Richtung Omonia-Platz.

Wann man hingehen sollte

Für die große Wachablösung peilen Sie den Sonntagvormittag gegen 11 Uhr an: Dann ziehen die Evzonen in großer Uniform und in Begleitung der Musikkapelle auf. An den anderen Tagen findet die Zeremonie ebenfalls jede Stunde statt – schlichter, aber ebenso eindrucksvoll. Rund um den Platz gibt es zahlreiche Cafés und Restaurants, in denen man zwischen zwei Besichtigungen einkehren kann.

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