Omonia-Platz
Sechs Straßen, Hupkonzerte und Cafés: das raue, mediterrane Herz von Athen
Sechs Straßen, die in einer einzigen, lärmenden Kreuzung aufeinanderprallen: das ist Omonia, der "Platz der Eintracht", der mit Eintracht reichlich wenig gemein hat. Hupen, Zeitungskioske, fliegende Händler, zu jeder Tageszeit volle Cafés. Während Syntagma das europäische Schaufenster Athens ist, schlägt hier das rauere, mediterrane Herz der Stadt – mit einem deutlich balkanischen und nahöstlichen Einschlag.
Was Sie erwartet
Der erste Eindruck ist das Chaos: Verkehr, Gedränge, Durcheinander. Doch man muss sich nur ein wenig Zeit nehmen, um den Rhythmus des Platzes zu erfassen. Entlang der Straßen, die von ihm abzweigen, wechseln sich Pizzerien, Geschäfte, Kioske und Restaurants ab, dazu ein Querschnitt der Menschheit jeder Art. In den Cafés atmet man das authentische Athen, fernab der Postkartenmotive. Am Abend leuchtet der Platz auf und wird ausgesprochen lebendig.
Der Zentralmarkt
Wenige Häuserblocks südlich von Omonia öffnet sich der Zentralmarkt, untergebracht in einem wunderschönen Glas-und-Eisen-Bau aus dem 19. Jahrhundert. Drinnen herrscht eine beinahe orientalische Atmosphäre: Stände mit ganz frischem Fleisch und Fisch, Letzterer täglich aus den Häfen der Ägäis herbeigeschafft. Vom frühen Morgen bis zum frühen Nachmittag ist es laut und voll, wie es sich für einen richtigen Markt gehört.
Am Abend wandelt das Viertel sein Gesicht: Die Ouzerien erwachen zum Leben, in denen man eine große Vielfalt an Ouzo verkosten kann, ebenso die Lokale mit Rebetiko-Livemusik – dem urtümlichsten Soundtrack der Stadt.