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Die Pnyx

Der Hügel, von dem Perikles zur Volksversammlung sprach – mit Blick auf den Parthenon

Auf diesem felsigen Hügel westlich der Akropolis entstand vor 2.500 Jahren etwas Revolutionäres: das Recht jedes Bürgers, auf einen Stein zu treten und zu sprechen. Von der in den Fels gehauenen Rednertribüne, dem Bema, hielten Perikles, Themistokles und Demosthenes ihre Reden vor der unter freiem Himmel versammelten Volksversammlung. Keine Parteien, keine Stellvertretung: Hier wurde abgestimmt, unter freiem Himmel, mit Blick auf den Parthenon.

Das Forum der Demokratie

Die Pnyx war der Tagungsort der Ekklesia, jener Versammlung, die über die Gesetze Athens entschied. Die Bürger saßen am Hang wie in einem natürlichen Amphitheater, der großen steinernen Plattform zugewandt, von der aus die Redner sprachen – in der Regel nur ein einziges Mal je Person.

Anfangs war sie überfüllt, doch mit der Zeit ließ die Beteiligung nach: Man erzählt, die Beamten hätten die Athener auf den Märkten zusammentreiben müssen, um das Quorum von 5.000 Anwesenden zu erreichen. Später nahm der Hügel auch den Altar des Zeus Agoraios und das Heiligtum des Zeus Hypsistos auf – ein Zeichen für eine inzwischen veränderte Nutzung.

Was heute davon bleibt

Seit 1910 durch die Ausgrabungen der Griechischen Archäologischen Gesellschaft wieder freigelegt, ist die Pnyx heute eine frei zugängliche, kostenlose Stätte fernab vom Gedränge der Akropolis. Der Aufstieg lohnt vor allem wegen des Panoramas: Von der Terrasse aus überblickt man den gegenüberliegenden heiligen Burgberg – einer der schönsten und zugleich am wenigsten fotografierten Ausblicke der Stadt.

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