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Kifissia

Der kühle, grüne Rückzugsort im Norden Athens, zwischen Platanen und Jugendstilvillen

Schon ein paar Grad weniger, und die Luft verändert sich: In Kifissia, der nördlichen Endstation der U-Bahn von Athen, weicht die Hitze der Stadt dem Schatten der Platanen und der Kühle plätschernder Bäche. Schon die Athener der Antike kamen hier herauf, um der Schwüle zu entkommen, und diese Gewohnheit ist nie verschwunden. Eine halbe Stunde mit der U-Bahn – und man ist in einer anderen Welt.

Was man sehen kann

Kifissia erkundet man zu Fuß, und es hat zwei Seelen. Die Unterstadt rund um die U-Bahn-Station und die öffentlichen Gärten ist die lebendige Hälfte: Geschäfte, Cafés und Tavernen mit entspannter Atmosphäre. Die Oberstadt ist ihr Gegenteil – zurückhaltend und still, mit von Bäumen gesäumten Alleen und Villen aus dem 19. Jahrhundert, die sich hinter üppigen Gärten verbergen. Hier konzentrieren sich die elegantesten Hotels und die Restaurants, die den gastronomischen Ruf des Viertels begründet haben.

Am besten erfasst man seinen Charakter, wenn man sich ziellos durch die Wohnstraßen treiben lässt und die Jugendstilfassaden und die Sommervillen des wohlhabenden Bürgertums von vor einem Jahrhundert bewundert.

Goulandris-Naturkundemuseum

In einer dieser Villen aus dem 19. Jahrhundert ist das Goulandris-Naturkundemuseum untergebracht, das der Flora und Fauna Griechenlands gewidmet ist. Das Glanzstück ist das Herbarium mit über 200.000 Pflanzenexemplaren des Mittelmeerraums, ergänzt durch Abteilungen zur Paläontologie und Paläobotanik. Ein Abstecher, der sich lohnt – vor allem, wenn man mit Kindern unterwegs ist.

Wann man hinfahren sollte

Kifissia spielt seine Stärken gerade dann aus, wenn Athen glüht: im Hochsommer ist es der ideale Rückzugsort für einen Halbtagesausflug, dank des vielen Grüns und der milderen Temperaturen. Bequem zu erreichen, ist es die Endstation der Linie 1 der U-Bahn, die im Zentrum der Hauptstadt startet.

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