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Dionysostheater

Wo die griechische Tragödie geboren wurde – am Fuß der Akropolis

Hier oben, auf diesen abgetretenen Sitzreihen am Fuß der Akropolis, wurde die griechische Tragödie wirklich geboren: Hier sah das athenische Publikum zum ersten Mal die Werke von Sophokles und Aischylos. Weniger spektakulär als die benachbarten, restaurierten Monumente – doch der Ort zählt mehr als die Steine.

Die Wiege der griechischen Tragödie

Alles beginnt im 6. Jahrhundert v. Chr. im heiligen Bezirk des Dionysos Eleuthereus: Hier fanden die Großen Dionysien statt, die Feste zu Ehren des Weingottes, und aus diesen Zeremonien nahm die Tragödie ihre Gestalt an. Zu Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr. wich die Holzanlage einem echten Theater aus Stein, mit Sitzreihen in drei Sektionen und einem Fassungsvermögen von etwa 17.000 Zuschauern. Von diesen Rängen aus gingen die Meisterwerke des Sophokles und die bissigen Komödien des Aristophanes über die Bühne.

Später kamen die Römer, die es tiefgreifend umgestalteten und es auch für Gladiatorenkämpfe nutzten. Nach den Barbareneinfällen aufgegeben, kam das Theater erst mit den Ausgrabungen Ende des 19. Jahrhunderts wieder ans Licht.

Was Sie sehen

Vor der Orchestra halten Sie nach dem Proskenion Ausschau, das mit Skulpturen zum Dionysos-Mythos verziert ist. Erhalten sind einige marmorne Throne, die den Würdenträgern vorbehalten waren, sowie der Marmorboden, den Kaiser Nero im 1. Jahrhundert n. Chr. verlegen ließ. Auch die Reste des Dionysos-Tempels in der Nähe sind noch zu sehen.

Steigen Sie bis ganz nach oben zu den Sitzreihen: Von dort erkennen Sie das Odeion des Perikles und das Choregische Denkmal des Thrasyllos, und der Blick schweift frei über das gesamte heilige Areal. Das ist die beste Art zu verstehen, warum die Athener gerade diesen Hang wählten.

Gut zu wissen

Das Theater ist Teil des Akropolis-Tickets und wird zusammen mit dem Felsen besichtigt: Planen Sie beim Abstieg über die Südseite einen Halt ein. Die Sitzreihen sind aus Stein und ohne Schatten – bequeme Schuhe und ein Hut machen in den heißen Stunden also den Unterschied.

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