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Benaki-Museum

Der Schreibtisch von Lord Byron und fünftausend Jahre Griechenland in einer neoklassizistischen Villa

Eine neoklassizistische Villa nur wenige Schritte vom Nationalgarten entfernt bewahrt den Schreibtisch, an dem Lord Byron schrieb, byzantinische Ikonen auf Goldgrund und Fayum-Porträts, deren Blick einen seit zweitausend Jahren fixiert. Das ist das Benaki-Museum: fünftausend Jahre Griechenland auf wenigen Etagen, zusammengetragen aus der Leidenschaft eines einzigen Sammlers.

Die Geschichte in Kürze

Alles beginnt mit Antonis Benakis (1873–1954), einem Baumwollhändler aus der wohlhabenden griechischen Gemeinde von Alexandria in Ägypten. In rund fünfunddreißig Jahren trug er eine gewaltige Sammlung zusammen und schenkte sie anschließend dem Staat – unter einer einzigen Bedingung: dass sie der Öffentlichkeit zugänglich bleibt. Sitz ist das Familienpalais, das heute chronologisch geordnet ist, von der Antike bis zum frühen 20. Jahrhundert.

Was es zu sehen gibt

Die Ausstellung umfasst über zwanzigtausend Stücke und folgt dem roten Faden der griechischen Kultur innerhalb und außerhalb der Landesgrenzen: vom Mittelmeerraum bis Ägypten, von Kleinasien bis Zypern. Zu den Höhepunkten zählen eine außergewöhnliche Sammlung traditioneller Trachten und Schmuckstücke, Keramik, Holzschnitzereien und mykenische Funde.

Auf religiöser Seite glänzen alte Evangeliare und Ikonen, während unter den Gemälden Werke von El Greco und die koptische Kunst Ägyptens hervorstechen. Das absolute Muss bleibt der unversehrt erhaltene Schreibtisch von Lord Byron.

Gut zu wissen

Der gepflegte und lichtdurchflutete Raum beherbergt auch Wechselausstellungen moderner Kunst und Fotografie, daher lohnt es sich, vor dem Besuch das Programm zu prüfen. Nach dem Rundgang sind Sie nur wenige Minuten vom Zentrum entfernt: Verbinden Sie ihn mühelos mit dem Akropolismuseum oder einem Spaziergang durch Athen.

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