Skyros
Weiße Würfelhäuser, wilde Ponys und ein uralter Karneval: der griechischste Winkel der Sporaden.
Auf der Insel, auf der der Mythos den Zufluchtsort des Achilles verortet, weiden noch heute seine berühmten Zwergponys – eine zierliche Rasse, die es sonst nirgends auf der Welt gibt. Skyros ist die abgelegenste und am wenigsten touristische der Sporaden: Hier fallen die weißen Würfelhäuser kaskadenartig von einem Hügel herab, in den Werkstätten werden noch immer Möbel aus Holz geschnitzt, und die Atmosphäre erinnert eher an die Kykladen als an das satte Grün der Nachbarinseln.
Sehenswertes
Der Hauptort, die Stadt Skyros, ist ein Labyrinth aus Gassen und kleinen Plätzen, das sich an einer Felswand emporzieht. Die Architektur überrascht jeden, der von den anderen Sporaden kommt – ein Wechselspiel aus ägäischem Weiß und byzantinischen Bögen. Entlang der Hauptstraße reihen sich Tavernen und Geschäfte, die bis in den Abend hinein belebt sind; in den Seitengassen verkaufen die Werkstätten alles Mögliche, von lokalem Honig bis zu handbemalter Keramik.
Hoch über der Altstadt, oberhalb des Kastro, erheben sich die Ruinen der Burg des Lykomedes, einer venezianischen Festung, die auf den Fundamenten einer antiken Akropolis errichtet wurde. Von dort oben schweift der Blick über die Dächer des Ortes und das Meer. Etwas darunter verbergen sich zwei kleine byzantinische Kirchen, deren Innenräume in zartem Rosa und Hellblau gehalten sind.
Einen Halt lohnen auch das Faltaits-Museum, das eine von byzantinischer, venezianischer und osmanischer Herrschaft geprägte Sammlung volkstümlichen Kunsthandwerks bewahrt, sowie das kleine Archäologische Museum.
Lebendige Traditionen
Skyros hat sich eine ganz eigene Kultur erhalten. Berühmt ist die Insel für ihren Karneval, bei dem die Männer maskiert mit Ziegenfellen und Glocken durch die Straßen ziehen, und für ihre handwerklichen Spezialitäten: die verzierte Keramik und die geschnitzten Holzmöbel, die bis heute in den Werkstätten des Ortes hergestellt werden.
Gut zu wissen
Die Insel ist nicht auf den Massentourismus ausgerichtet: Sie beherbergt einen Luftwaffenstützpunkt und bietet nur überschaubare Unterkünfte – doch gerade das bewahrt ihren ursprünglichen Charakter. Für die Anreise sollten Sie sich vorab über die See- und Flugverbindungen informieren (siehe Fähren und Inselhopping), denn die Verbindungen sind seltener als zu den Nachbarinseln. Wer aus Deutschland kommt, fliegt in der Regel zunächst nach Athen oder Skiathos und setzt von dort mit der Fähre über.