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Santorini

Blaue Kuppeln am Rand eines Vulkans, schwarze Strände und Sonnenuntergänge, die den Atem stocken lassen: die Kykladeninsel, die keiner anderen gleicht.

Santorin

Wenn Sie sich mit der Fähre nähern, sehen Sie zuerst die Steilküste: einen halbmondförmigen, dreihundert Meter hohen Wall aus dunklem Gestein, gekrönt von weißen Dörfern wie von Schnee. Santorin ist das, was von einem Vulkan übrig blieb, der im 17. Jahrhundert v. Chr. bei einem der heftigsten Ausbrüche der Geschichte explodierte – und diese offene Wunde im Meer, die Caldera, ist bis heute sein großes Schauspiel. Die Häuser klammern sich an den Rand, die blauen Kuppeln der Kirchen schneiden in den Himmel, und jeden Abend versammelt sich die halbe Insel in Oia, um die Sonne im Wasser versinken zu sehen.

Sehenswürdigkeiten

Fira (oder Thira), die Hauptstadt, zieht sich am Rand der Caldera entlang, mit Gassen, Terrassen und Geschäften, die über dem Abgrund hängen. Hier finden Sie das Archäologische Museum mit reichen minoischen Funden und das Prähistorische Museum, in dem die außergewöhnlichen Fresken zu sehen sind, die lange in Athen verwahrt wurden. Weiter nördlich ist Oia das Postkartengesicht der Insel: weiß, still und zur Stunde des Sonnenuntergangs vollkommen.

Das Glanzstück ist Akrotiri im Süden: eine von Asche begrabene minoische Stadt, ein Pompeji der Ägäis, mit Straßen, mehrstöckigen Häusern und unversehrten Fresken. An der Ostküste haben sich dagegen die Ruinen des Antiken Thira erhalten, auf einem Felssporn thronend.

Die Strände

Hier ist der Sand schwarz, rot oder grau – vom Meer zermahlene Lava. Kamari und Perissa an der Ostküste sind die am besten ausgestatteten, lange Bänder aus dunklem Sand mit Tavernen und Liegen. Im Inland verbergen sich die Weinberge: Santorin erzeugt einen trockenen, mineralischen Weißwein, den Assyrtiko, aus uralten Reben, die zum Schutz vor dem Wind ringförmig gezogen werden.

Beste Reisezeit und Fortbewegung

Die Saison ist länger als auf den übrigen Kykladen: Fähren und Kreuzfahrtschiffe kommen von April bis September. Santorin lässt sich gut mit dem Bus von der Hauptstadt aus erkunden, doch wer die Insel in Ruhe entdecken möchte, mietet besser ein Auto oder einen Roller; im Hochsommer sind Oia und Fira überlaufen, am besten kommt man in den frühen Morgenstunden. Wer aus Deutschland anreist, fliegt in der Hauptsaison meist direkt von mehreren deutschen Flughäfen nach Santorin oder über Athen; alternativ lässt sich die Insel über Italien und eine Fährverbindung erreichen.

Lohnenswert ist auch ein Bootsausflug zu den kleinen Inseln in der Mitte der Caldera: Nea Kameni und Palaia Kameni, die "verbrannten Inseln", die noch von vulkanischer Aktivität dampfen, und das ruhige Thirasia mit seinen Tavernen am kleinen Hafen von Manolas. Um von einer Insel zur nächsten zu springen, werfen Sie einen Blick auf die Fähren und das Island Hopping.

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