Limnos
Der Mythologie zufolge ist Limnos der Verbannungsort des Hephaistos, des Schutzgottes der Schmiedekunst: eine Vulkaninsel mit felsiger Landschaft. Als Wachposten über der Region der Dardanellen bot sie sowohl den Byzantinern als auch den Türken einen strategischen Außenposten, unter denen sie zudem die Rolle eines wichtigen Handelszentrums spielte. Die Insel wird durch die tiefe Bucht von Moudros in zwei Teile geteilt, einen großen Naturhafen, der wohl zu den schönsten der Ägäis zählt. Wegen der Nähe zur Türkei beherbergt sie zahlreiche Militärbasen, bleibt aber dennoch ein sehr ruhiger und friedlicher Ort.
Myrina
Die Hauptstadt ist Myrina an der Westküste, Anlegestelle der Fähren, die sie mit den anderen Inseln und dem Festland verbinden. Auf den Überresten des antiken Myrina erbaut, einst zweitgrößte Stadt der Insel, erstreckt sich die neue Stadt zwischen zwei Sandbuchten am Fuße einer felsigen Landzunge. Wenig von Touristen besucht, bleibt sie ein ruhiger Urlaubsort, ideal für alle, die einen erholsamen Aufenthalt suchen.
Myrina hat eine ausgezeichnete Lage mit einer schönen Strandpromenade, herrlichen Stränden und einem malerischen Hafen. Im südlichen Bereich liegt jenseits der Fischermole der Strand von Tourkikos Gialos, gesäumt von zahlreichen Lokalen und Tavernen. An der Stelle der antiken Akropolis erhebt sich eine byzantinische Burg mit einem grandiosen Blick über die Stadt und die gesamte Westküste. In der Altstadt entdeckt man zwischen gepflasterten Gassen und reizvollen Gebäuden im türkischen Stil das Archäologische Museum, das vor Kurzem neu geordnet wurde und in seiner Ausstellung Fundstücke aus den wichtigsten Orten der Insel zusammenträgt.
Strände, Routen und archäologische Stätten
Limnos ist gut an öffentliche Verkehrsmittel angebunden, die den Hauptort mit den umliegenden Ortschaften verbinden; um die Insel zu erkunden, kann man aber auch einen Mietwagen nehmen. Südöstlich von Myrina führt die Straße nach Kontias, der drittgrößten Stadt, gelegen zwischen zwei mit Pinienwäldern bedeckten vulkanischen Anhöhen: Obwohl klein, ist es ein wunderschönes Dorf, bei Touristen sehr beliebt wegen seiner natürlichen Umgebung und der typischen Atmosphäre der weißen Häuser mit roten Dächern.
Im Gegensatz zum felsigen, dunklen und kargen Westen ist die Ostseite der Insel flacher und fruchtbarer. Zur Küste hin bricht der Lavaboden in weite Strände mit ausgezeichneter touristischer Infrastruktur auf. Neben den Badeorten ist die Insel von zahlreichen archäologischen Stätten durchzogen, darunter die befestigte Zitadelle von Poliochni aus der Zeit um 3000 v. Chr., die Stadt Hephaistia und das Heiligtum von Kabirio.