Grecia Turismo

Leros

Die Art-déco-Insel des Dodekanes – zwischen dem italienisch geprägten Lakki und stillen Buchten

In Lakki fühlt man sich wie an einem zeitlosen Filmset: breite Boulevards, geschwungene Gebäude und Art-déco-Fassaden, die die Italiener in den 1930er-Jahren rund um einen der geschütztesten Naturhäfen der Ägäis errichteten. Keine Diskotheken, kein Gedränge: Leros ist die Insel des Dodekanes, die sich für die Ruhe entschieden hat – bewohnt von Künstlern und Fischern, mit grünen Tälern und Pfaden, die sich zwischen die Hügel hinaufschlängeln.

Sehenswürdigkeiten

Das historische Herz ist Platanos, der an einen Hügel geschmiegte Hauptort, überragt von einem mächtigen byzantinischen Kastro, das später von den Venezianern und den Johanniterrittern verstärkt wurde. Innerhalb der Mauern steht die Kirche Megalochari, die Madonna des Schlosses, ein Pilgerziel wegen ihrer wundertätigen Ikone. Von der Festung ziehen sich die weißen Häuser hinab bis zum kleinen Hafen von Panteli und zum Fischerdorf Agia Marina, wo man fast mit den Füßen über dem Wasser zu Abend isst.

Nicht entgehen lassen sollte man sich die weiße Kapelle Agios Isidoros, errichtet auf einem Inselchen, das man zu Fuß über eine schmale, aus dem Meer ragende Landzunge erreicht. In Drymonas gibt es die Kirche der Jungfrau „mit den hervortretenden Augen", so genannt wegen des Freskos ihres Gesichts; im Süden der Insel, oberhalb von Xirokampos, sind auf dem Felsen von Lepida die zyklopischen Mauern des Palaiokastro erhalten.

Strände und Wandern

Leros ist grün und fruchtbar, mit von Hügeln eingerahmten Buchten und zahlreichen Wanderwegen, die die Dörfer miteinander verbinden. Die geschützten Buchten von Panteli und Agia Marina sind die bequemsten, während weiter südlich Xirokampos ruhiges, familienfreundliches Wasser bietet.

Gut zu wissen

Anders als seine Nachbarinnen im Dodekanes hat Leros nie auf den Massentourismus gesetzt: Wer Partytrubel sucht, wird enttäuscht; wer Authentizität sucht, findet sie unberührt. Reisende aus Deutschland kommen meist über Athen und mit der Fähre oder per Inlandsflug; auch eine Anreise über Italien und die Adriahäfen ist möglich. Wie man anreist und von Insel zu Insel springt, erfährst du unter Fähren und Inselhüpfen.

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