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Kythira (Kythera)

Die Insel der Aphrodite zwischen Peloponnes und Kreta, abseits der überlaufenen Routen

Zwischen Peloponnes und Kreta gelegen, entzieht sich Kythira den überlaufenen Routen: keine aneinandergereihten Diskotheken, sondern weiße Häuser mit roten Dächern, die wie aus den Kykladen hierher versetzt wirken, Pfade zwischen aromatischen Kräutern und Kieselbuchten, in denen das Wasser türkis bleibt. Die Antike verortete hier die Geburt der Aphrodite, und die Insel bewahrt noch immer diesen Hauch von Zeitlosigkeit.

Chora und die Festung

Chora, der Hauptort, ist eine Ansammlung weißer Häuschen, die sich an den Hang des Hügels oberhalb des Hafens schmiegen. Die Gässchen steigen hinauf bis zu den Mauern der gewaltigen venezianischen Festung, die zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert erbaut wurde und fast so groß ist wie der Ort selbst. In ihrem Inneren befinden sich ein kleines Archäologisches Museum und die Kirche Panagia Mirtidiotissa, von der aus man die kleine Insel Avgo erblickt – einen jener Orte, die die Legende als Wiege der Aphrodite nennt.

Die Strände

Unterhalb von Chora liegt Kapsali, die belebteste Bucht: eine Doppelbucht, Kieselstrand, ankernde Yachten und ein paar Lokale für den Abend. Die schönsten Strände finden sich jedoch anderswo. Fyri Ammos mit seinen rötlichen Kieseln ist berühmt für seine Meereshöhlen; Chalkos, südlich von Kalamos, ist eine von Felsen eingerahmte Sandfläche. Im Norden, jenseits der noch ursprünglichen Dörfer von Karavas, gelangt man hinunter nach Platia Ammos, unweit von Agia Pelagia, dem Haupthafen der Insel.

Paleochora und die Höhle Agia Sofia

Im Inselinneren trotzen die Ruinen von Paleochora der Zeit, der alten byzantinischen Hauptstadt, die 1248 gegründet wurde. Sie war vor den Blicken vom Meer her verborgen errichtet worden, doch 1537 fand der Pirat Barbarossa sie und machte sie dem Erdboden gleich; heute ist sie ein Geisterdorf in 200 Metern Höhe, in dem die Kirche der Agia Varvara aus dem 14. Jahrhundert hervorsticht. Lohnenswert ist auch die in den schwarzen Kalkstein gehauene Höhle Agia Sofia mit einem im 13. Jahrhundert ausgemalten Heiligtum. Oberhalb von Mylopotamos schließlich überrascht die Kirche Agios Georgios aus dem 17. Jahrhundert mit ihrem Mosaikboden.

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