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Kos

Die Insel des Hippokrates: griechische Ruinen zwischen Palmen, eine Ritterburg über dem Hafen und weißer Sand, so weit das Auge reicht.

Kos

Auf Kos versteckt sich die Antike nicht hinter einem Zaun: Sie taucht zwischen den Palmen der Uferpromenade auf, unter den Mauern einer Kreuzritterburg, im Schatten einer Platane, die angeblich 2.400 Jahre alt sein soll. Hier wurde Hippokrates geboren, der Vater der Medizin, und die Insel spielt die Karte der Geschichte mit großer Selbstverständlichkeit aus – und weil Kos flach und wie geschaffen fürs Radfahren ist, gelangt man in wenigen Minuten von einer römischen Villa zu einem weißen Sandstrand.

Sehenswürdigkeiten

Die Stadt wird von der Ritterburg des Johanniterordens beherrscht, einer Festung, die zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert errichtet wurde und dafür den Marmor des Asklepieion wiederverwendete. Daneben, auf der Plateia Platanou, steht die berühmte Platane des Hippokrates: Der Legende nach soll der Arzt im Schatten ihrer Äste unterrichtet haben, auch wenn der heutige Baum – mit einem Stammumfang von über 14 Metern – allenfalls ein Nachfahre davon ist. Ganz in der Nähe speiste der osmanische Brunnen von 1792 die Moschee der Loggia.

Die antike Agora, die nach dem Erdbeben von 1933 wieder zum Vorschein kam, vereint hellenische Ruinen und byzantinische Bauten rund um den Herakles-Tempel. Etwas weiter ist das Römische Haus zu sehen, eine Villa im pompejanischen Stil mit mosaikgepflasterten Sälen – Delfine, Löwen, Leoparden – und den Abschluss bildet das Odeion, das antike Theater. Das Archäologische Museum bewahrt eine Marmorstatue des Hippokrates und ein Mosaik des Asklepios aus dem 2. Jahrhundert.

Auf den Hügeln des Inselinneren liegt das Asklepieion, ein Heiligtum aus dem 4. Jahrhundert v. Chr., das dem Gott der Gesundheit geweiht ist: Auf seinen Terrassen, zwischen Tempeln und Thermen, wurden die Kranken der Antike behandelt.

Die Strände

Die Westküste hat den schönsten Sand: Die strahlend weißen Dünen von Paradise Beach sind die meistfotografierten. Kardamena, einst ein Fischerdorf, ist heute die belebteste und jugendlichste Ecke. Wer Ruhe sucht, steigt hinauf zu den Dörfern von Asfendiou an den Hängen des Berges Dikaios, wo die Wälder das Rauschen des Meeres dämpfen.

Beste Reisezeit

Die Hauptsaison reicht von Juni bis September, heiß und voll; Mai und Oktober bieten noch angenehm warmes Meer und nahezu menschenleere archäologische Stätten. Direktflüge aus Deutschland steuern Kos in der Saison an; alternativ lässt sich die Insel auch über das griechische Festland oder per Fähre von Italien aus erreichen. Von Kos verbinden die Fähren bequem den übrigen Dodekanes für alle, die das Island-Hopping fortsetzen möchten.

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